Foto: © Peter Sommer; Mit freundlicher Genehmigung von Peter Sommer; www.fotopress-sommer.at

Eberhartinger als Moderator

 

 

Klaus Eberhartinger "Dancing Stars" 2013

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Mit freundlicher Genehmigung von

Andreas Tischler

www.andreastischler.com

 

Klaus Eberhartinger "Quiz-Champion" 2008 auf ATV

 

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Mit freundlicher Genehmigung von

ATV

www.atv.at 

und

Ernst Kainerstorfer

www.kainerstorfer.at

 

 

Er liebt Fernsehen. Fernsehen zu machen. Wenn es ein Format ist, das gut gemacht ist. "Das hat seinen Reiz", sagt er. Und er tut es immer wieder. Wenn man ihn so lassen machen würde, wie es ihm vorschwebt, dann wäre er sicherlich noch viel häufiger auf dem Bildschirm zu sehen. Mit Formaten, die halt die "Note Eberhartinger" tragen.

Immer wieder hat er in Interviews erwähnt, daß er eine Sendung machen möchte, in der es auch um soziale Themen geht. Infotainment. Ungerechtigkeiten oder NGOs (Nicht-Regierungsorganisationen) wären gewollte Thematiken für ihn. Keine der üblichen Talk-Shows. Aber doch auch eine Talk-Show. Halt eine Mischung aus Information und Unterhaltung. Bisher scheint sein Wunsch nicht in Erfüllung gegangen zu sein. Fernseh-Sender müssen sparen und prinzipiell muß der Erfolg einer Sendung schon vorher gewiß sein. Eigentlich noch bevor sie überhaupt entwickelt wird. (Medien)

Trotzdem ist er auch dieses Jahr wieder öfters im TV. Am 1.März startet die achte Staffel "Dancing Stars" im österreichischen Fernsehen. Das Traumpaar der Moderation, der charismatische Klaus Eberhartinger und die charmante Mirjam Weichselbraun, wird erneut die Zuschauer verzaubern. 

 

Eberhartinger liebt "Dancing Stars", es ist eine willkommene Abwechslung zu seinem sonstigem Tun und ein Unterhaltungsformat, welches nicht "verblödet". Er sagt, daß die Leute halt zugucken und Spaß daran haben, wie sich die Promis, die eigentlich für etwas anderes bekannt sind, nun abmühen müssen im Schweisse ihres Angesichts eine gute Leistung zu bringen. So gut, daß sie bestenfalls für den Pokal reicht. Die Leistung. Recht hat er. Dennoch unberücksichtigt läßt er vielleicht die Möglichkeit, daß insbesondere Frauen die Sendung wirklich wegen der Tänze schauen und natürlich wegen der Kleider. Und vielleicht auch ein bißchen wegen ihm.

EAV-Fans mischen sich ebenfalls unter die "Dancing-Stars"-Zuschauer. Auf der offiziellen EAV-Facebook-Seite las ich neulich einen Kommentar, der sich genau darauf bezog. Man würde doch die Sendung ohnehin nur wegen dem Klaus gucken. Ja, und die Fans von Frau Weichselbraun schauen die Sendung auch nur wegen ihr. So zieht alles seine Kreise. Jeder hat für sich einen anderen Grund, weshalb er oder sie sich freitags ab 20.15 Uhr vor den Fernseher oder den Computerbildschirm setzt, um dem Tanz-Spektakel die Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, sofern man den Live-Stream via Internet auch anschauen kann. In Deutschland wird das dieses Jahr wohl eher nichts. "Protected", wie es so schön heißt.

 

Klaus Eberhartinger, der Moderator, wird aber in jedem Fall seinen Job machen. Er macht ihn gut. Zuverlässig. Und er macht ihn anders, als man es von EAV-Konzerten gewohnt ist. Er paßt sich ganz dem Format der Sendung an. Aber man erkennt ihn immer. Auch mit verbundenen Augen. Die Stimme bleibt. Manchmal sieht man ihm seine Aufregung an. Die Nervosität des Lampenfiebers, welches ihn auch nach so vielen Jahren in der Öffentlichkeit nicht losgelassen hat.

Dann hält er die ein oder andere Moderationskarte verkrampfter als sonst oder guckt sicherheitshalber lieber zwei-oder dreimal drauf, weil sicher ist sicher. Manchmal legt er kleine Fältchen auf seine Stirn und lächelt es meistens charmant und dezent weg. Das kleine Etwas, des Lampenfiebers. Fieber ist ohnehin die richtige Bezeichnung. Denn, wenn er richtig gut drauf ist, dann läuft er heiss und ist ist durch fast nichts mehr zu bremsen. Dann ist er uneingeschränkt in seinem Element. Er redet und fragt. Manchmal ruhig und souverän. Manchmal schnell und ein wenig unruhig. Bei "Dancing Stars". Strengt sich an und muß sich sehr gut vorbereiten, wie er selbst sagt. "Das fliegt ihm nicht alles zu." Das wirklich Spontane ist prozentual niedriger, als das Vorgearbeitete.

In der "Wunderbar" versucht er dann ein paar Geheimnisse der Stars zu lüften. Es gelingt ihm nicht immer. Aber meistens. Den Spaß, den er bei der Sache hat spürt man als Zuschauer unmittelbar, aber auch, wenn er ihn aus irgendwelchen Gründen gerade nicht hat.

 

(Am 26.04.2013 gab es eine Premiere der besonderen Art. Mirjam Weichselbraun hatte an diesem Tag den "Deutschen Filmpreis" in Berlin beim ZDF als Moderatorin in ihrem Kalender. Ein Termin, der schon länger bekannt war und so kam es, daß Klaus Eberhartinger die große Abend-Unterhaltungsshow des ORF allein über den "Ballroom" bringen mußte.

Er absolvierte den Moderations-Marathon mit Bravour, trotz verständlichem Lampenfieber. Allen Beteilgten sah man den Spaß und die Freude an, die sie sichtlich bei dieser Ausgabe hatten.

Einen kleinen Eindruck dieser Sendung gibt es hier an anderer Stelle.)

 

Vom 25.08. bis 03.09.1989 hat Klaus Eberhartinger für knappe zwei Wochen "1 ist Trumpf" in der ARD moderiert. Jeweils von 15.00 - 17.15 Uhr. ("Fakten-Check") Im Rahmen der IFA (Internationale Funkausstellung) in Berlin. Jürgen von der Lippe und Siggi Harreis waren ebenfalls mit von der Partie. Aus dieser Zeit gibt es auch eine Autogrammkarte von ihm, die der WDR herausgebracht hat. Ohne EAV.

Ob Klaus nun als Moderator oder als Gast in einer TV-Sendung auftaucht, Fernsehen macht ihm sichtlich Freude. Und dieses Medium hat er ganz sicher noch nicht "zu den Akten gelegt" im "Moderator-Universum-Eberhartinger".

 

Mehr als begrüßenswert wäre es, wenn es endlich Wirklichkeit werden würde, daß er erneut eine eigene Sendung bekommen könnte. Um zu sehen, was er dann umsetzt und umsetzen kann von den Dingen, die ihm vorschweben. "The Great Hadern Show" hat er moderiert. Es ging um Hits, um Evergreens. "Quiz-Champion", "Einer gegen Hundert"... Zwei Quizshow-Formate. Aber noch nicht das, wo er als Moderator wirklich richtig gefordert wäre. Mit Themen, die vielleicht auch nicht nur zuckersüß sind, sondern der Pfeffer im Vordergrund steht. Wo unbequeme Fragen von ihm gestellt werden und hoffentlich ehrliche Antworten der jeweils geladenen Gäste folgen würden. Hart, aber nicht verletzend. Charmant, aber nicht weichgespült und zudem voller Respekt. Konsequent und ehrlich. Im Rahmen der jewiligen Format- Möglichkeiten. So ist mein ganz persönlicher Wunsch von "Eberhartinger als Moderator".